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K a r d i o l o g i e  -  E l e k t r o p h y s i o l o g i e  -  Herzrhythmusstörungen bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und bei Angeborenen Herzfehlern
   
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Patienteninformation zur Katheterablation


Ziel der Katheterablation ist die dauerhafte Beseitigung von Herzrhythmusstörungen durch eine Verödung des hierfür verantwortlichen Herzmuskelgewebes.

In der Regel wird die Katheterablation direkt im Anschluss an eine Elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt, wenn hierbei eine Herzrhythmusstörung nachweisbar ist, die mit Hilfe dieser Methode behandelt werden kann.

Duch Anwendung von Hochfrequenzstrom (Frequenz 500 kHz, Leistung 10-100 Watt, Dauer der Anwendung 30-120 Sek.) kommt es zur Erwärmung des Herzmuskelgewebes auf ca. 55-65 Grad Celsius, wodurch eine Verödung mit anschließender Bildung einer kleinen Narbe (ca. 2-3 mm Durchmesser) erzielt wird.

Im folgenden werden Herzrhythmusstörungen aufgezählt, die mit einer Katheterablation behandelt werden können:
1. Falls bei Ihnen eine sog. überzählige Leitungsbahn (z. B. WPW-Syndrom) nachgewiesen wird, kann diese Leitungsbahn zwischen Vorkammer und Hauptkammer mit hoher Erfolgsaussicht von über 98% verödet werden.

2. Beim Vorliegen von sog. AV-Knoten-Tachykardien kann mit einer AV-Knoten-Modulation durch gezielte Veränderung der Leitungseigenschaften des AV-Knotens bei mehr als 98% der Patienten das weitere Auftreten von Herzrasen verhindert werden. Hierbei besteht ein geringes Risiko (ca. 0,5-1%), daß es bei der Stromanwendung am AV-Knoten zur vollständigen Leitungsunterbrechung kommt und ggf. eine Schrittmacherimplantation erforderlich wird.

3. Bei sogenannten atrialen Tachykardien (Herzrasen aus der Vorkammer) kann eine gezielte Ablation des Vorhofgewebes, aus dem das Herzrasen entspringt, mit einer Erfolgsaussicht von über 50-90% verödet werden.

4. Beim sogenanntem typischen Vorhofflattern kann durch gezieltes Veröden entlang einer Ablationsstrasse zwischen der rechten Herzklappe (Trikuspidalklappe) und der unteren Hohlvene bei mehr als 98% der Patienten das weitere Auftreten dieser Form des Vorhofflatterns verhindert werden.

5. Beim sogenannten atypischen Vorhofflattern und bei anfallsartig auftretendem Vorhofflimmern ist derzeit in Einzelfällen bereits eine gezielte Behandlung der Herzrhythmusstörung möglich. Falls eine Beseitigung der Rhythmusstörung und eine Wiederherstellung des normalen Sinusrhythmus nicht mehr erfolgversprechend ist, kann bei Beschwerden durch eine zu hohe, medikamentös nicht beherrschbare Pulsfrequenz diese durch eine Modulation des AV-Knotens  verlangsamt werden. Häufig ist eine ausreichende Kontrolle der Pulsfrequenz jedoch erst durch eine Ablation des AV-Knotens (vollständige Leitungsunterbrechung) und Schrittmacherversorgung möglich.

6. Beim Vorliegen von sogenannten Kammertachykardien kann in ausgesuchten Fällen mit einer Erfolgsaussicht von derzeit ca. 50-80% eine Zerstörung des für die Herzrhythmusstörung verantwortlichen Gewebes erreicht werden.


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